Dayton Progress wurde am Morgen des 13.12.2022 Opfer eines gezielten, kriminellen Cyberangriffs. Der Vorfall wurde von unseren Sicherheitssystemen erkannt, woraufhin wir sofort die entsprechenden umfassenden Schutzmaßnahmen ergriffen haben. Gemeinsam mit externen Experten und Expertinnen arbeiten wir daran, unsere Systeme schnellstmöglich wiederherzustellen. Wir sind ab sofort wieder unter unseren gewohnten E-Mail-Adressen erreichbar.

Sucherstift: Gegenmaßnahmen bei Druck- und Zugverformungen mit Dünnblech

In Folgeverbundwerkzeugen wird das Material leicht von der Werkzeugoberfläche abgehoben (auch als „Hebevorgang“ bezeichnet) und zu den einzelnen Stationen vorgeschoben. Der in dem oberen Werkzeug eingesetzte Sucherstift fährt zusammen mit dem Werkzeugoberteil nach unten und taucht in das Bandmaterial ein, um es zu positionieren und zu fixieren. Wenn das Material in Bezug zu seiner Festigkeit eine ausreichende Materialstärke aufweist, kann der Sucherstift in das Material eintauchen, ohne dieses zu verformen. Instabilität wird jedoch verursacht, wenn die Positionen der Streifenführung und des Sucherlochs weit voneinander entfernt sind. Um die Materialverformung zu minimieren, sollten daher die jeweiligen Positionen möglichst nahe beieinanderliegen. Besonders bei dünnem Bandmaterial kann es trotz eines geringen Abstandes zu Verformungen kommen, da es vom Sucher, wie in Abbildung 1(a) gezeigt, heruntergedrückt wird. In diesem Fall kann es zu fehlerhaften Stanzoperationen kommen, wenn der Sucherstift nicht genau in das Führungsloch eintaucht. Selbst wenn der Sucherstift, wie in Abbildung 1(b) dargestellt, punktgenau eintaucht, kann das Bauteilmaterial während des Rückzugs nach dem Stanzen vom Sucherstift angehoben werden. Dies kann wiederum weitere fehlerhafte Stanzoperationen zur Folge haben.

Als grundlegende Gegenmaßnahme wird die Oberfläche des Sucherstifts poliert, um den Reibungswiderstand zu reduzieren. Eine weitere Gegenmaßnahme ist, die nicht unterstützten Bereiche des Bandmaterials zu stärken. Beispiele dafür sind in Abbildung 2 dargestellt.

Abbildung 2(a) zeigt eine Unterstützungsmaßnahme von unten, während des Absenkens des Sucherstifts. Diese Unterstützung wird auch als Streifenheber bezeichnet. Ein herkömmlicher Streifenheber hat nur eine Hebefunktion/Stabilisierungsfunktion. Das Bauteilmaterial wird gestützt ohne durchgebogen zu werden, sodass der Blechstreifen stabil geführt werden kann. Wenn der Teilheber eine Innenbohrung besitzt und axial zum Sucherstift ausgerichtet ist, kann die Sucherspitze in diesen eintauchen. Somit besitzt der Streifenheber neben der Anhebe- auch noch eine Führungsfunktion.

In Abbildung 2(b) wird eine Maßnahme zur Vermeidung des Anhebens des Materials während des Rückzugs gezeigt. Die Führung des Sucherstifts übernimmt in diesem Fall ein Abstreifer. Dieser wird von einer Feder unterstützt. Bei Verwendung eines herkömmlichen Sucherstifts sollte ein Stück der Formlänge bei Erreichen der Endlage aus dem Abstreifer herausragen. Mit Hilfe der Abstreifereinheit wird nicht nur der Blechstreifen exakt positioniert, sondern auch das Abheben des Materials wird durch den Abstreifer vermieden. Die in den Abstreifer integrierte Führung des Sucherstifts ist beweglich (federgestützt), sodass während des Rückzugs der Abstreifer auf dem Blechstreifen verbleibt, bis kein Kontakt mehr zwischen Sucherstift und Bauteilmaterial besteht.

Auf diese Weise kann das Abheben des Materials verhindert werden. Wenn die Abstreifereinheit die Sucherspitze komplett axial umschließt, treten Probleme auf, sobald der Sucherstift in das Loch eintaucht. Daher wird die Feder, die die Führung des Sucherstifts beweglich hält, extrem schwach ausgelegt. Wenn die Abstreifereinheit mit der Führungseinheit Teilheber kombiniert wird, kann das bestmögliche Ergebnis erzielt werden.

Dabei muss jedoch stets beachtet werden, die Sucherstifte an die gegebenen Rahmenbedingungen anzupassen.